Bridge Pool – die letzte Hoffnung – wenn alles andere versagt hat
Wie bekannt, kann es beim Lachfischen passieren, dass man sehr lange warten muss, bis man Kontakt zu einem Fisch herstellen – und ihn am Ende vielleicht auch landen kann. Die Fischer fragen sich in solchen Situationen sehr oft, ob sie etwas falsch machen. Ist die angewandte Technik nicht passend, oder sind die angebotenen Fliegen falsch gewählt? Der Bann wird durch den Biss gebrochen, meist in einer Situation in der der Fischer seinen Glauben an den Erfolg schon längst verloren hat, nur noch mechanisch den Wurfprozess ausführt – gerade jetzt kommt der Biss völlig unerwartet und mit unbändiger Macht aus dem Nichts.
In den vielen Jahrzehnten, in denen ich so manchen erfahrenen, oder sogar weltberühmten Fischer ans Wasser begleitet habe, kam es immer wieder zu Situationen, in denen der erfolglose Fischer nach längerer erfolgloser Zeit von grundlegenden Zweifeln gnadenlos geplagt wird.
Einige alltägliche Beispiele für solche Situationen aus dem Bereich der Fliegenfischerei auf Lachs, bei denen oft nur ein kurzer Ausflug an den Bridge Pool das Ende der langen Wartezeit auf den ersehnten Lachsbiss bedeutete, möchten wir Ihnen in unserem neuen Kurzfilm zeigen. Die in diesem Film gezeigten Protagonisten haben alle, bevor diese Aufnahmen entstanden sind, längere Zeit an anderen, nicht zum IFC gehörenden Strecken erfolglos gefischt und sind dabei durchaus an die Grenzen ihrer Geduld gekommen. Alle in diesem Film gelandeten Lachse wurden schonend wieder zurückgesetzt und trugen zur Arterhaltung der Wildlachse der Gaula bei.
Wir werden in nächster Zeit einige neue Kurzfilme auf YouTube einstellen. Wenn Sie diese nicht verpassen wollen, empfiehlt es sich, unseren Kanal zu abonnieren; auch über ein „Like“ würden wir uns freuen. Schauen sich gern einige weitere Filme an: https://youtube.com/@manfredraguse?si=2OOqOP2Czqz3jiKj
Mortan Carlsen hatte 2023 acht Tage an einer anderen, sehr guten Gaula Strecke erfolglos gefischt. Selbst für einen erfahrenen Fischer wie ihn war das eine harte Prüfung und auch für ihn war die Erleichterung groß, als er schon nach acht Minuten am Bridge Pool einen schönen Großlachs an die Fliege bekam und diesen auch landen konnte. Der Fisch war 96 cm lang und wog sicher mehr als 9 kg.
Mortan war ein enger Freund des weltberühmten, inzwischen verstorbenen Lachsschützers Orri Vigfusson und hat viele Verträge mit den Berufsfischern auf den Färöer-Inseln unterzeichnet, die seit Jahrzehnten sicherstellen, dass Lachse auf ihren Weidegründen um die Färöer-Inseln herum nicht mit kommerziellen Netzen weggefangen werden, sondern nach ihrer Weidezeit im Nord-Atlantik sicher in Richtung ihrer Geburtsflüsse zurückwandern können. Beide, Orri und Mortan, besuchten mich 1994 zum ersten Mal an der Gaula.
Mortan Carlsen fished at Bridge Pool for a few more days in June 2023 and caught more salmon, the largest being a fish weighing 12.6 kg and measuring 106 cm in length.
Sebastian Letelier, ein sehr bekannter Kunstmaler und Guide aus Chile, der vor einigen Jahren bei uns als Guide tätig war, hatte im Mai/ Juni 2023 ca. 5 Wochen vergeblich versucht, an den großen nordschwedischen Lachsflüssen einen Lachs zu fangen. Er hatte seine Durchreise an der Gaula angekündigt und konnte nur ein paar Stunden am Bridge Pool fischen. Nach kurzer Zeit konnte er trotz sehr heftigem Regen einen schönen Lachs im Gewicht von ca. 10 kg fangen.
Gunter Diefenbach, ein extrem erfahrener Lachs-Fliegenfischer und Freund seit seinen ersten Besuchen an unseren Strecken Ende der achtziger Jahre, hatte im Jahr 2023 eine Phase von ca. 5 Wochen an einer anderen bekannten Strecke an der Gaula, in der er keinen Lachs landen konnte. Als der Tag der Heimreise gekommen war und Gunter, der in über 30 Jahren immer Erfolg gehabt hatte, am nächsten Tag nun erstmalig ohne einen Lachs gefangen zu haben zurück fahren sollte, lud ich ihn quasi „in letzter Minute“ ein, an den Bridge Pool zu kommen.
Praktisch ohne große Umschweife konnte Gunter am Abend am Bridge Pool zwei Lachse von 84 cm und 88 cm auf seine eigene Fliegenschöpfung fangen. Sehr froh und erleichtert konnte Gunter die Heimreise antreten…
Andy Bowman, Autor der englischen Fachzeitschrift „Trout and Salmon“ hatte 2025 auf Einladung einer Top Lodge an der Orkla dort eine Woche gefischt und in der Folgewoche als Gast einer Top Lodge an der Gaula. Leider konnte dieser sehr erfahrene Lachsfischer in diesen beiden Wochen keinen Lachs landen. Er hatte gegen Ende seines Aufenthaltes gehört, dass bei mir am Bridge Pool gerade Mikael Frödin, der bekannte schwedische Lachsexperte fischt und fragte an, ob er vorbeikommen könnte. Am Bridge Pool fragte er, ob er ein paar Würfe in diesem berühmten Pool machen dürfe. Ich wählte aus meiner Box eine Fliege aus und führte ihn an eine vielversprechende Stelle. Nach wenigen Minuten nahm der erste Lachs seine Fliege. Leider verlor Andy den Fisch nach einem heftigen kurzen Drill. Wenige Minuten darauf nahm der nächste Lachs die Fliege. Dieser konnte dann erfolgreich gelandet werden. Der Fisch war 85 cm lang. Damit war Andy’s Artikel gerettet und er kündigte an, dass er in der nächsten Saison den Bridge Pool „privat“ fischen möchte.
Viel schwieriger, als beim erfahrenen Fischer, der mit routinierter Technik und mit einer Fliege am Vorfach, mit der er vielleicht schon häufig einen Lachs gefangen hat, ist es für einen absoluten Anfänger im Fliegenfischen auf Lachs.
Als solcher versuchte es Hubert Leineweber erstmalig auf Lachs mit der Fliege im Jahr 2023. Nachdem er in der gesamten Woche zuvor an einer Top-Strecke an der Gaula keinen Lachs landen konnte, kam er an den Bridge Pool. Er bekam eine gute Einweisung in die Geheimnisse dieses berühmten Pools und es dauerte nicht lange, bis ein riesiger Lachs seine Fliege nahm. Leider ging dieser nach einem epischen Drill verloren. Hubert versuchte es im folgenden Jahr erneut. Leider verlief die erste Woche bei einer anderen bekannten Gaula-Fischerei wieder erfolglos, aber Hubert konnte noch drei weitere Tage am Bridge Pool dranhängen. Gleich am ersten vollen Tag landete er einen männlichen Lachs mit einem Gewicht von 14,9 kg und einer Länge von 113 cm.
Wenn Sie für die bevorstehende Saison noch nach einer Fliegenfischerei auf Lachs an der Gaula suchen und Sie die Kostenbeteiligung (ab Euro 700 pro Rute, pro Woche), akzeptabel finden, kontaktieren Sie uns bitte möglichst umgehend. Auch einzelne Tage sind möglich.
Achtung: Gerade kam die Meldung, dass zum Saisonstart in Woche 23 (1. – 7. Juni 2026) noch zwei Ruten an den Rotationsstrecken des NFC frei geworden sind. Dies ist eine große Chance auf die großen früh aufsteigenden blanken Lachse. Bei Interesse bitte möglichst schnell melden.
Bitte kontaktieren Sie uns über E-Mail info@internationalflyfishersclub.com oder Tel. +49-1724266036, um sich Ihren Platz zu sichern.